Münchens Mountainbiker demonstrieren gegen Schließung der Isartrails:

Am Samstag den 25. April 2009 versammeln sich die Münchner Mountainbiker am Marienplatz, um unter der Parole „Open Trails“ für mehr Unterstützung der Mountainbiker im Großraum München zu kämpfen.

Der Münchner Bombenkrater vor seiner Beseitigung.  Neben der Forderung nach einer notwendigen Alternative zum beseitigten Bombenkrater wird vor allem gegen die drohende Schließung der Isartrails demonstriert. Die Großdemonstration beginnt um 15 Uhr am Marienplatz. Es wird Redebeiträge von Meinungsführern der Mountainbike- und BMX-Szene geben, hierzu zählen unter anderem Tarek Rasouli und Stefan Herrmann.

Letzterer wird zudem Informationen zum aktuellen Stand des Dialogs mit der Stadt München bezüglich des vorgestellten Projekts „Open Trails“ präsentieren. Ab 16:30 Uhr setzt sich der Demonstrationszug dann in Richtung Bayerische Staatskanzlei in Bewegung, dort wird um 18 Uhr die Schlusskundgebung stattfinden.

Nachdem der Grünwalder Bombenkrater nun Geschichte ist, spitzt sich auch die Lage um die Duldung der Nutzung der Isartrails durch Mountainbiker immer weiter zu. Der Handlungsbedarf seitens der Bikeszene war noch nie so groß wie in der aktuellen Situation. Daher rufen DIMB e.V., DAV-M97, das BIKE Magazin, rasoulution und Stefan Herrmann zur Großdemonstration am Münchener Marienplatz auf und erhoffen sich dadurch starken öffentlichen Druck auf die Verantwortlichen der Stadt auszuüben.

Die Demonstration verfolgt zwei konkrete Ziele
 
1.  OPEN TRAILS! Mehr Unterstützung für Mountainbiker im Großraum München. Es soll darauf aufmerksam gemacht werden, dass der politische Wille zur Berücksichtigung des Mountainbikens als Breitensport und sinnvolle Jugendaktivität fehlt. Um das zu ändern ist es wichtig herauszustellen, dass das Mountainbikenim Bereich München ein Anliegen Tausender Bürger des Stadtgebietes ist.

2.  Die Durchsetzung des Konzepts der DIMB, DAV-M97 und Stefan Hermanns. Das Konzept bezieht sich sowohl auf eine Alternative zum Bombenkrater als auch auf die Erhaltung der Isartrails.

Auslöser der momentanen Spannungen zwischen den Behörden der Stadt und der Münchener Mountainbikeszene war die Beseitigung des seit jeher umstrittenen aber dennoch geduldeten Bombenkraters an der Grünwalder Brücke. Nach einer kurzen Vorankündigung am Freitag den 13. März wurde der Bombenkrater bereits am darauf folgenden Montag auf Anweisung des Landratsamtes beseitigt. Als Anlass wurde seitens der Landrätin Johanna Rumschöttel auf die Unvereinbarkeit der illegal errichteten und gewachsenen Radsportanlage mit dem Schutzzweck der Lanschaftsschutzgebietsverordnung „Isartal“ und den Erhaltungszielen des entsprechenden FFH-Gebietes verwiesen.

Die Ankündigung und Umsetzung der Beseitigung des Bombenkraters innerhalb von zwei aufeinander folgenden Werktagen ließ keinerlei Spielraum für Verhandlungen und vermittelte den Eindruck, dass der Wille zum Dialog seitens der Stadt fehlt. Das Image Münchens als Bikemetropole, die von sich selbst behauptet das Fahrradfahren im Stadtgebiet seit Jahren mit großem Engagement zu fördern, hat nun vor allem unter den Mountainbikern und BMXern großen Schaden erlitten.

Empörung, Unverständnis und Enttäuschung waren die Reaktionen der Biker-Szene, die hilflos zusehen musste, wie Deutschlands traditionsreichster Mountainbike- und BMX-Parcours, der auf eine über 20-jährige Geschichte zurückblicken kann, beseitigt wurde. Eine zusätzliche Schließung der Isartrails würde das Bemühen der Stadt, sich als Radsportfreundliche Metropole zu präsentieren unglaubwürdig wirken lassen.
 
Um nun eine Alternative zum Bombenkrater und eine gemeinschaftliche Lösung für die umstrittenen Isartrails zu finden und diesen beiden Anliegen den entsprechenden Nachdruck zu verleihen, bauen die Veranstalter und Organisatoren der Großdemonstration auf eine starke Beteiligung seitens der Münchener Bikesportszene.

veröffentlicht am 16.04.2009

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