10 Fragen an Andi Wittmann:

Im Interview erfahrt ihr alles über Andis Anfänge im Mountainbiking, wie aus der Skepsis seiner Eltern Unterstützung wurde und drei Dinge, ohne die er nie das Haus verlassen würde.

Angenommen, Mountainbikes wären nie erfunden worden – wie würde Dein Leben heute aussehen?
Andi Wittmann im Portrait.  Foto: Tommy BauseO je, schlimme Vorstellung (lacht). Aber dann wäre es so, dass ich nach meinem Abitur weitergemacht hätte mit einem Studium und mir evtl. davor ein Jahr Auszeit zum Reisen oder ähnliches gegönnt hätte. Vielleicht hätte ich mein Studium als BWLer auch geschmissen, weil ich darauf gekommen wäre, dass mir das Ganze eigentlich gar nicht so gefällt und ich lieber was Kreatives in Richtung Design machen würde.

Erzähl uns von Deinen Anfängen im MTB? Wie bist Du dazu gekommen?
Dazu gekommen bin ich grundsätzlich über Freunde, die plötzlich so krasse Fahrräder hatten und ich dachte, ich muss das auch mal probieren. Dann hat´s so viel Spaß gemacht, dass wir uns mit ein paar BMXern zusammengetan haben und in Bad Aibling einen kleinen Dirtspot aufgebaut haben und dort, auf der BMX Bahn in Kolbermoor, lernte ich Rad fahren.

Was sagen Deine Eltern dazu?
Hehe, sie waren lange skeptisch und sahen nur die Ausgaben, die mit dem Sport verbunden sind, aber mittlerweile verstehen sie das, was ich mache und mein Dad unterstützt mich sogar bei den finanziellen Geschichten wie Steuer und Buchhaltung (lacht). Ich bin froh, dass sie so denken und mich dabei, so gut es geht, unterstützen.

Gab oder gibt es Vorbilder? Was macht für dich einen „herausragenden“ MTBer aus?
Früher waren die ganzen Jungs aus den New World Disorder Filmen meine Vorbilder. Ich durfte jetzt schon einige von ihnen kennen lernen und somit sind sie mehr oder weniger Freunde geworden, die teilweise aber immernoch eine Art Vorbild für mich sind. Ein herausragender MTBer muss alles können, das heißt z.B. im Dirtjump-Bereich nicht nur fette Tricks rauszimmern können, sondern auch technisch fit sein und anspruchsvolle Trails mit Style fahren können. Außerdem sollte er auch neben dem Dirtjumpen im Freeriden und auf dem Fully gut aussehen.

Ziele für diese Saison?  Ziele überhaupt?
Mein Ziel für 2009 ist es, beim Crankworx Slopestyle in Whistler mitzufahren! Ich hoffe, dass irgendwie schaffen zu können. Ich mache ja neben dem MTB noch eine sportkombinierte Ausbildung bei meinem Klamottensponsor Maloja und habe somit nicht so viel Zeit wie Andere zum Trainieren. Aber mal sehen, das würde mich richtig freuen, dort an den Start gehen zu dürfen. Ansonsten natürlich unverletzt die Saison überstehen und viel, viel Spaß dabei haben!!!

Wo siehst Du den MTB-Sport in 10 Jahren?  Und wo siehst Du dich persönlich?
10 Jahre ist eine lange Zeit. Ich denke grundsätzlich, dass der MTB-Sport mehr in Richtung Freeride und Natur geht. Das heißt, um wirklich was erreichen zu wollen, wird man auch in der Lage sein müssen, ein Fully zu beherrschen und damit Tricks zu machen. Aber ich weiß es nicht, ich hoffe auch, dass das richtige Trailfahren, wie es in England zu Hause ist, neben dem ganzen Contestgefahre, nicht komplett untergeht. Back to the roots, technisch anspruchsvolle Hügel, das ist das, was MTB-Dirtjumpen ist (lacht). Ich hoffe, dass ich in 10 Jahren gesund bin, ein Studium in der Tasche hab und vielleicht gerade meine MTB-Karriere ausklingen lasse, aber das ist mehr ein Traum als Realität (lacht). 

Rituale: Wie bereitest Du Dich auf einen Wettkampf vor? Gibt es Glücksbringer? Quellen der Inspiration, Unterstützung?
Andi Wittmann in Action.  Foto: Tommy BauseAm besten: Radln, radln, radln !!! (lacht) Nein, eigentlich gibt es keine Rituale. Ich denke man sollte so oft auf dem Rad sitzen, wie es möglich ist und dabei nie den Spaß verlieren. Gute Sessions fahren, sich dabei gegenseitig pushen und Spaß dabei haben, neue Tricks zu lernen und sich zu verbessern. Wichtig ist mir auch, dass ich mir nicht zu viel Druck mache. Vor allem die Tage vor einem Contest eher gemütlich angehen, ist mir auch sehr wichtig. Und natürlich gehört immer eine Menge Glück zu den restlichen Vorbereitungen, da in unserem Sport sehr viel durch Einflüsse entschieden wird, die keiner der einzelnen Fahrer in der Hand hat.

Was war dein größter Erfolg? Was deine größte Niederlage?
Meine größten Erfolge waren die Teilnahme an der kompletten Qashqai Tour 2008 und der Oakley Sick o Award in Leogang 2008 beim 26Trix. Zu den größten Niederlagen zählen eine lange Reihe an Events, bei denen ich mein Bestes gegeben habe, aber leider nicht mit einer guten Platzierung belohnt wurde. Oder natürlich auch meine Verletzungen am rechten Sprunggelenk, welches durch die Unterstützung von Oakley und der Sportschule FFB zum Glück wieder stabil geworden ist.

Wie sieht ein Wochenende ohne Bike aus?
Im Winter auf Ski oder in der Sportschule, im Sommer beim Baden und Bergsteigen. Mir ist es sehr wichtig, auch vieles ohne Rad zu machen, da es so viele Sachen im Leben gibt, die Spaß machen und die man, so gut es geht, mitnehmen sollte.

Drei Dinge ohne die Du nicht auskommst, die du immer bei Dir hast?
1. Eine Münze in meinem Geldbeutel, die immer mit muss.
2. Augentropfen in der Pollenzeit
3. Und wenn´s um längere Zeiten geht, mein Rad natürlich. Nach ein paar Wochen würde ich es, glaube ich, sehr vermissen

veröffentlicht am 17.04.2009

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