10 Fragen an Achim Kujawski:

Ob auf dem Bike, beim Parcoursbau, der Contest-Organisation oder am Jurypult – Achim Kujawski ist nicht weit! Bereits Anfang der 1980er hat der 36-jährige Duisburger das Lebensgefühl mit drei Buchstaben entdeckt: BMX!

Achim Kujawski Er ist Duisburger, BMX Profi und der Contest-Verantwortliche der Dirt Session am 19. April im Landschaftspark-Duisburg Nord. Das bedeutet, er sitzt in der Jury, hat die Fahrer eingeladen, die Wettkampfregeln aufgestellt, den Parcours geplant und macht sich ab Montag mit Bagger und Helfern bewaffnet an den Aufbau der schmuddeligen Trickpartie.

Wenn dann alles steht, testet er persönlich nochmal, ob die Hügel auch den internationalen Standards genügen und ordentlich Fahrt bringen. Damit ist Achim Kujawski der sportliche Tüftler mit Know-How hinter den T-Mobile Extreme Playgrounds und hat in Duisburg wahrscheinlich nicht weniger Fans als die antretenden Spitzenfahrer aus aller Welt, die er zu seinen Kumpels zählt. Wie er seinen Stellenwert vor Ort einschätzt und, ob zwei Räder für ihn  die Welt bedeuten, könnt Ihr hier lesen.

Wann hast Du das erste Mal auf einem BMX gesessen und wann wurde es ernst mit ihm?
1983 drehte ich meine ersten Runden. Damals haben wir uns kleine Hügel zum Springen gebaut und später dann sogar eine kleine Strecke mit Steilkurven und Sprüngen, auf denen wir täglich fuhren. Ein Besuch im BMX Shop war damals noch ein absolutes Highlight, denn die waren wenig verbreitet und als 11-jähriger außerdem schwer zu erreichen. 1989 ging es zum ersten Mal in einen Skatepark und dann ging es erst so richtig los. Meinen ersten Wettbewerb bin ich 1990 gefahren.

Als Du mit BMX angefangen hast, wer oder was hat Dich beeinflusst?
Gerade am Anfang hat mich die Kölner Szene sehr beeinflusst, denn dort gab es die Top-Fahrer und viele gute Spots, die man fahren konnte. So saß ich jedes Wochenende im Zug oder mit dem Auto auf dem Weg nach Köln, um Fahren zu gehen. Als dann die ersten guten Videos aus den USA kamen, fand ich dort natürlich schnell Vorbilder wie Mat Hoffman, Dave Mirra oder Jay Miron.

Was war Dein größter Erfolg in Deiner Laufbahn als Profi-BMXer?
Eine Frage, die gerne gestellt wird, aber für mich keine Frage eines gewonnen Titels oder Wettbewerbs ist. Mein größter Erfolg war und ist, seit über 25 Jahren meine Leidenschaft zu BMX als Aktiver oder auch hinter den Kulissen zu leben. Klar geht es da auch um persönliche Ziele, aber diese spiegeln sich nicht in einem gewonnen Titel wieder.

Was war der coolste Ort, an den es Dich mit BMX je verschlagen hat?
Die coolsten Orte waren definitiv in Asien. Thailand, Malaysia und die Philippinen. Durch die unterschiedliche Kultur und auch der noch nicht soweit entwickelten BMX Industrie haben die Menschen eine ganz andere Wahrnehmung. Eher so wie bei uns Anfang der 80er Jahre. Teile sind schwer zu bekommen, die Rider kennen ihre Stars und viele Tricks nur aus Videos und aus dem Netz. Mit den Fahrern dort zu fahren und zu sehen, wie sich die Jungs weiterentwickeln, macht echt Spaß!

Ab einem bestimmten Alter müssen viele BMXer den Beruf wechseln, um ihre Familie versorgen zu können. Du hast den Sprung vom BMX in die Organisation geschafft. Was würdest Du heute arbeiten, wenn das nicht geklappt hätte?
Das kann ich so gar nicht beantworten. Bereits seit den Anfängen, lag mein Fokus auf BMX und daraus hat sich dementsprechend entwickelt, was ich über die Jahre gemacht habe und heute tue. Über Rampen bauen, die Organisation von Jams und Wettbewerben, Arbeiten in Agenturen und einem BMX Vertrieb, Wettbewerbe und Shows, Team Manager bin ich da, wo ich heute bin. Es ist eine lange Entwicklung gewesen. Wobei ich auch eine Ausbildung in einer Agentur gemacht habe, worüber ich auch froh bin und das auch immer wieder machen würde.

Hat sich die BMX Szene gewandelt? 
So wie alles, wird auch die Szene schnelllebiger. Die Fahrer sind jünger geworden. Der Level hat sich in den letzten Jahren unglaublich nach oben geschraubt, Klamotten und Fashion haben einen größeren Stellenwert bekommen. Ist schon anders als noch vor zehn Jahren, wo wir ein eingeschworenes Grüppchen waren. Immer kommen neue Gesichter und neue Styles dazu. Aber so muss es sein, jede Veränderung ist eine Weiterentwicklung und dafür steht BMX.

Was ist besser: Selbst mitzufahren oder den Contest zu verantworten?
Beides hat natürlich seinen Reiz. Zum einen zu sehen, wie nach Monate langer Planung die Aufbauten beginnen, der Parcours fertig ist, die ersten Fahrer auf die Räder steigen, die Zuschauer bei den Läufen der Fahrer abgehen und die Fahrer immer einen drauf setzen. Als Fahrer dabei zu sein, ist ganz anders. Aber nicht weniger aufregend. Die Antwort sollte aber klar sein... Natürlich mitfahren!

Beim Bau des Dirt Parcours im Landschaftspark Duisburg-Nord hört alles auf Dein Kommando. Was ist das Besondere an diesem Parcours?
Der Parcours in Duisburg ist eine Herausforderung und das in vielen unterschiedlichen Bereichen. Auch wenn es nicht ersichtlich ist, ist die Halle unterkellert, was uns natürlich vor Gewichtsprobleme stellt. Normalerweise würde so ein Parcours 680 Tonnen wiegen. Wir müssen Leichtbauhügel mit einer Unterkonstruktion bauen, um das Gewicht auf 210 Tonnen zu minimieren, bei einer Bauzeit von nur vier Tagen. Normalerweise nimmt man sich mehrere Wochen Zeit für so ein Projekt. Aber solche Herausforderungen machen am Ende auch den Reiz aus, auch wenn man die ein oder andere Nachtschicht schieben muss.

Bei der Dirt Session kommen auch die Mountainbiker zum Zug. Wie stehst Du zu MTB?
Es gibt eine größere Zahl von BMX Fahrern, die ins MTB Lager übergewechselt sind. Timo Pritzel und Benny Korthaus sind zum Beispiel sowohl im BMX und als auch im MTB sehr erfolgreich. Wir fahren alle Fahrrad und auch an denselben Spots. Man kennt sich also, fährt zusammen und deswegen gibt es da für mich keinen Grund für eine Trennung.

Wer ist Dein persönlicher Favorit unter den gesetzten Fahrern bei der Dirt Session 2009?
Bei dem Starterfeld könnte ich jetzt auch ohne Probleme mindestens fünf Favoriten auszählen... Freue mich darauf Corey Bohan fahren zu sehen, da er auch zum ersten Mal bei den T-Mobile Playgrounds am Start ist. Auch interessant sind Markus Hampl und Benny Paulsen, die zu unserer Bau-Crew gehören. Bin sehr gespannt, was die Jungs für Hügel und dann auf den Hügeln zaubern!

veröffentlicht am 14.04.2009

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