MX GCC 2010 in Marisfeld:
Daniel Meindl berichtet

Motocross-Rider Daniel Meindl berichtet für FUNSPORTING von seinem dritten GCC-Lauf in Marisfeld. "Staub" war bei diesem Rennen das Schlüsselwort. Wie Dan das Rennen erlebte, erfahrt ihr hier.

GCC Marisfeld 2010: Daniel Meindl berichtet.  Foto: PrivatEs hatte in ganz Deutschland eine Woche durchgeregnet. Außer in Marisfeld bei Suhl wo der dritte GCC-Lauf 2010 stattfand. Als wir im „KTM-Adventure Land“ angekommen waren, stellten wir mit vielen Fragenzeichen im Gesicht fest, dass es hier staubtrocken war.

Als der Papierkram samt technischer Abnahme hinter uns lag, ging´s auf zur Streckenbesichtigung. Der Strecke an sich bestand aus einer riesigen zerbombten Crosspiste und einem kleinen Enduroanteil mit Singletrails, einigen kurzen, steinigen Auffahrten, einem ungleichmäßig angelegten „Waschbrett“ und einem kurzen „Geröllfeld“ mit quer liegenden Baumstämmen in verschiedenen Größen.

Als dann der Lauf mit den Klassen XC Beginners und XC Women vor uns startete, sahen wir was an der sehr einfachen Strecke die große Schwierigkeit war. Die Hitze und der Staub. Die ersten drei MX-Fahrer sahen die Strecke, der Rest dahinter war im Blindflug unterwegs. Der Veranstalter wässerte die Strecke absichtlich nicht, da es laut seinen Angaben zu rutschig werden würde. Nachdem die ersten Runden dieses Laufes vorbei waren, hielten wir wieder unsere Siesta zur seelischen und moralischen Einstimmung auf das Rennen.

Als es soweit war, ging´s in den Vorstart und zur Fahrerbesprechung. Ich hatte Startnummer 17 und wir (Klasse XC Sport C) durften diesmal wieder als Erstes starten. Nach uns die Pre-Seniors und zuletzt die Super-Seniors. Als der 2-Minuten-Trailer begann war der Puls jenseits der messbaren Werte und man dachte an nichts anderes mehr, als an den Lauf zum Bike und den Start.

Ich hatte gestern extra noch eine neue, voll geladene Batterie eingebaut, damit nichts mehr schief gehen kann. Das Startsignal, alle liefen los. Ich drückte aufs Knöpfchen. Moped lief, Gang rein, Moped stand nach einem Meter wieder. Erneuter Knopfdruck. Bike sprang nicht an. Fluchend fummelte ich den Leergang rein und drückte noch einmal. Es lief, Gang rein und fast dem kompletten Fahrerfeld hinterher, rein in den Staub.

Kolonnefahren bis zur ersten Auffahrt. Dort haben sich gleich die ersten Jungs reingeworfen. Warten oder auch rein? Richtig, auch rein. Diesmal hat´s aber geklappt. Ich habe mich nicht wie beim Motocross-Rennen in Walldorf dazugelegt. Leider brachte mir das Ganze nicht viel. Das Blindflug-Kolonnefahren ging weiter. Es hat so extrem gestaubt, dass man die Fahrer, die zwei – drei Meter vor einem fuhren, stellenweise nicht mehr gesehen hat.

Genauso wenig sah man die Bodenwellen und Kurven. Die Bodenwellen hatten den gewissen „Überraschungseffekt“. Wenn man wieder fast in den Lenker gebissen hat, wusste man „da war wieder Eine!“. Nach der ersten Runde stand ich zwischen Platz 50 und 60 (von insgesamt 69 Startern).

Die oben genannten Überraschungseffekte kosteten immer wieder Kraft, weil man nicht darauf vorbereitet war. Aufgrund der schlechten Sicht bekam man schwer einen Fluss in sein Fahren. Schaffte man es dann doch einmal, lief man auf den nächsten Pulk auf und musste den Fahrstil der „Feinde“ annehmen, bis man überholen konnte.

Das große Problem war, wie auch schon in den letzten Berichten erwähnt, das zu volle Starterfeld. Auf einer schmalen vier Kilometer Runde kann man keine 150 – 200 Fahrer gleichzeitig fahren lassen. Wir werden sehen, ob sich dies im Verlauf der Saison noch ändern wird.

GCC Marisfeld 2010: Daniel Meindl berichtet.  Foto: PrivatNach ein paar Runden wurden die Schmerzen in meinem verletzten Arm immer stärker und ich konnte nicht mehr auf voller Last fahren. Ich nahm das Tempo etwas raus und fuhr relativ gleichmäßig meine Runden im Kampf gegen Staub und den unzähligen Kolonnen, auf welche man nach jeder Kurve auflief. Nach einer Stunde Renndistanz war ich auf Platz 35 angekommen und konnte mich bis zum Rennende auf einen 26. Platz vorfahren.

Leider wieder nicht ganz das, was ich mir erhofft hatte. Aber im Großen und Ganzen bin ich froh, dass ich die zwei Stunden durchfahren konnte. Jetzt gibt’s für den German Cross Country Championship erst mal eine Pause bis zum  03. Juli 2010. Dann ist die ganze Meute im hessischen Mernes am „Merneser Speedhang“ am Start. Ich werde diese Pause nutzen und meine Verletzung auskurieren, damit ich beim nächsten Lauf wieder weiter vorne dabei sein kann.

Bis dahin, ride on, euer Dan

veröffentlicht am 07.06.2010

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