Blick hinter die Kulissen:
Fabian Bauersachs bei der Night of the Jumps

Für die Besucher einer FMX Veranstaltung geht es in erster Linie um Action, Party und gute Unterhaltung. Fabian Bauersachs gewährte uns bei der Night of the Jumps in Köln einen Blick hinter die Kulissen aus der Sicht eines Riders.

Für Fans ist der Besuch einer großen FMX-Veranstaltung mit viel Freude, Spannung, Jubel und guter Unterhaltung verbunden. Doch diese Sichtweise liegt ganz im Auge des Betrachters, für die teilnehmenden Fahrer ist das Ganze sicherlich mit ganz anderen Gefühlen und vielleicht auch Ängsten verbunden. Um ein solches Event mal aus der Faherperspektive betrachten zu können, begleitete FUNSPORTING den deutschen FMX-Profi Fabian Bauersachs durch seine Night of the Jumps in Köln.

Fabian Bauersachs.  Foto; VeranstalterFreitag, 14.15 Uhr
Abfahrt in Fabians fränkischem Heimatort Rödenthal. Zuvor wird noch gründlich gecheckt, ob auch alles seinen Weg in den Transporter gefunden hat, und nichts zu Hause vergessen wurde.

Freitag, 18.00 Uhr
Ankunft an der Kölner Lanxess Arena. Nachdem Fab gemeinsam mit seinem Fahrerkollegen Lukas Weis, seinen gesamten Stuff in seine schon vorbereitete Box im Fahrerlager verstaut hat, wird erstmal der gebaute Track ausgiebig angesehen. Währenddessen tauscht Fab mit den anderen Fahrern News aus und fachsimpelt über die Konstellation von Rampen und Landings. Besonders freut er sich darüber, dass sein Buddy Greg Hartman aus den USA nach längerer Verletzungspause wieder dabei ist. Sehr gespannt ist Fab schon auf die Fahrkünste des Neuzuganges aus Botswana, Alistair Sayer.

Freitag, 20.30 Uhr
Für Fab geht es in letzter Sekunde zum Essen in ein Kölner Brauhaus. Bei Hunger kann er ziemlich ungemütlich werden und daher sind alle Tischnachbarn froh, dass das Essen schnell serviert wird. Anstelle von Haxen oder Schweinebraten mit Knödel, gibt es für den bewussten Esser Putenbrust mit Reis und Salat. Im Anschluss geht es direkt zum Einchecken ins Hotel, wo er eigentlich sofort schlafen will. 

Samstag, 8.30 Uhr
Zusammen mit Lukas Weis und ein paar anderen Riderkollegen wird im Hotel gefrühstückt. Fab fühlt sich etwas müde. Er hat schlecht und zu wenig geschlafen, ist aber vollkommen motiviert für den Event. „Ist ja oft so, dass der Geist schon längst auf dem Bike sitzt, obwohl man eigentlich schlafen will.“

Samstag, 10.00 – 14.00 Uhr
Vier Stunden haben Fab und die weiteren elf Fahrer nun Zeit, um sich auf die fünf verschiedenen Rampen, Distanzen und Landings einzustellen. Für Fab läuft das Training gut, auch wenn er seine Backflips ein wenig umplanen muss, da ihm die Positionierung seiner eigentlichen Fliprampe nicht zusagt. Die Kurve davor ist zu eng gebaut und daher haben Fab und auch andere Fahrer, die etwas mehr auf die Waage bringen, Probleme damit, genügend Speed zu bekommen. Das Problem erledigt sich für Fab aber, indem er im zweiten Training eine andere Rampe zum flippen benutzt. Fab fühlt sich gut, alle Tricks kommen in guter Extension und auch der Superflip kommt nach zwei kleinen Antestern richtig dick. 

Samstag, 15.00 Uhr
Fabians Unterarme schmerzen und machen ihm ein wenig Sorgen. Daher geht es jetzt ab ins Hotel. Fabian erhofft sich, dass der Schmerz nach einer heißen Dusche und ein wenig Ruhe wieder verfliegt. Schon anderthalb Stunden später muss er sich wieder auf in die Arena machen, wo er mit Interviews und Live TV Berichten eine Menge zu tun hat. Die Night of the Jumps rückt näher und Fabs Nervosität und Anspannung steigt.

Samstag, 19.35 Uhr
Jetzt wird es ernst für Fabian, denn sein Run steht ganz kurz bevor. Sein Ziel ist es, ins Finale unter die ersten sechs zu kommen. Er fühlt sich etwas nervöser als sonst und irgendwie etwas unausgeglichen. Er geht davon aus, dass es daran liegt, es besonders gut machen zu wollen und daran, sowohl den Superflip nach langer Zeit wieder zu zeigen, als auch den No Hand Flip, bei dem er im August so böse gecrasht ist.

Samstag, 19.40 Uhr
Fabian fährt in den Hexenkessel zu Köln. Wird von allen Seiten als deutsche Hoffnung für das Finale gesehen, angefeuert, aufgeputscht – er ist nervös, muss seinen Run aber nun beginnen. Im Grunde läuft es, seine Tricks haben eine gute Extension und auch der Superflip kommt dick. Doch durch seine Nervosität, die ihm ansonsten nie anzumerken ist, schleichen sich kleine Fehler ein. Einmal ist er nicht sicher, welche Rampe er sich nun vorgenommen hatte zu nehmen und zwei seiner Sprünge sind etwas zu kurz. Nach seinem Run ist nun klar, dass zumindest einer der noch kommenden Fahrer schlechter fahren muss als Fab, damit er das Finale noch erreichen kann.

Samstag, 19.55 Uhr
Nach seinem Lauf ist relativ schnell klar, dass Fab sehr wahrscheinlich das Finale nicht erreichen wird. Doch die Arbeit ist noch lange nicht vorbei, nachdem er ganz schnell etwas isst, stehen noch weitere Tonaufnahmen für das Radio an. Die Bikeparts müssen noch abgebaut werden, Klamotten ausgezogen und alles in seinem Bus verstaut werden. Danach hat Fab Zeit sich bei einem Bierchen das Finale anzuschauen und sich dort bei anderen Ridern eventuell ein paar Sachen abzuschauen. Nach dem Finale geht es dann direkt zur Pressekonferenz und danach im Eilschritt zur Autogrammstunde.

Samstag, 1.30 Uhr
Die Autogrammstunde schien eine Ewigkeit zu dauern und erst jetzt verlässt man die Halle.
Eigentlich war geplant, nun zur Aftershowparty zu gehen, aber nachdem es nun so spät geworden ist, entscheidet sich Fab dazu, den Abend bei ein, zwei Bier gemütlich in der Hotelbar enden zu lassen. Da diese aber nach kurzer Zeit schloss, gingen die übriggebliebenen Fahrer nun gemeinsam auf ein Zimmer. Dort wurde noch ein wenig geredet, dies und das diskutiert und sich an dem letzten Bier festgehalten. Fränkisches wohlgemerkt...

Text: Manuela Schlinkert

veröffentlicht am 27.10.2009

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