Craft Bike Trans Germany 2011:
Ergebnisse der letzten Etappe

Christoph Sauser aus der Schweiz konnte seinen Craft Bike Trans Germany-Titel erfolgreich verteidigen. Den Tagessieg bei der Schlussetappe von Garmisch-Partenkirchen nach Maurach holte sich jedoch ein deutscher MTB-Rider.

Christoph Sauser hat die fünfte Auflage der Craft Bike Trans Germany 2011 gewonnen. Der Schweizer von Specialized Factory Racing absolvierte die 324,90 Kilometer und 8.366 Höhenmeter von Sonthofen nach Maurach/Achensee in 11:04:57.6 Stunden und wiederholte damit seinen Vorjahreserfolg. Der amtierende Weltmeister Alban Lakata aus Österreich von Topeak Ergon Racing wurde mit 1:13 Minuten Rückstand Zweiter (11:06:11.4).

Das Podium rundete der Centurion-Vaude-Pilot Markus Kaufmann aus Deutschland ab (11:11:59.2), zudem entschied er die Bergwertung um das Grüne Trikot der Bayerischen Staatsforsten powered by fi´zi:k für sich.

Der Tagessieg auf der 99,61 Kilometer langen und mit 1.630 Höhenmetern gespickten Schlussetappe von Garmisch-Partenkirchen nach Maurach ging indes an dessen Teamkollegen Matthias Bettinger (GER, 1:15:06.2), der im Zielsprint Kaufmann (1:15:09.5) und Lakata (1:15:10.0) auf den zweiten und dritten Platz verwies.

Trans Germany-Sieger Christoph Sauser überquerte hinter dem Südafrikaner David George von 360 LIFE (1:15:10.5) als Fünfter die Ziellinie am Achensee (1:15:12.9) und ließ sich zu Recht als würdiger Titelträger feiern.

„Ich wollte dieses Jahr wieder gewinnen“, so der in Sigriswil lebende Weltmeister von 2004, der nachschob, dass „nach meinem Vorjahreserfolg ein zweiter Platz für mich nicht in Frage kam.“ Schon am ersten Tag hatte Sauser mit einer starken Performance auf der Königsetappe quer durchs Allgäu den Grundstein für den diesjährigen Triumph gelegt.

„Es ist einfach nur genial. Ich liebe Etappenrennen. Da hat ein Sieg mehr Wert als bei einem Eintages-Event. Außerdem machen sie mehr Spaß, außer gestern“, fügte Sauser noch an, der damit auch auf die dritte Etappe anspielte, auf der er kurzzeitig ins Wanken geraten war. Am Ende setzte sich der Olympia-Dritte von Sydney souverän durch, allen Attacken zum Trotz, die sein Hauptkonkurrent Alban Lakata auch heute wieder einstreute.

Bei den Damen fuhr Pia Sundstedt einen noch imposanteren Sieg als ihr männliches Pendant ein. Die Top-Bikerin von Craft – Rocky Mountain gewann bis auf heute alle Etappen und kontrollierte vom Start in Sonthofen weg die Damenkonkurrenz. Insgesamt saß die 36-Jährige 12:31:32.0 Stunden im Sattel.

Damit war Sundstedt mehr als 16 Minuten schneller als Sally Bigham (GBR, 12:47:52.4) von Topeak Ergon Racing, die heute den Etappe-Sieg mit knapp fünf Sekunden Vorsprung auf die Finnin holte (1:23:53.7). Da Sundstedt auch Milena Landtwing (SUI, 1:26:15.5) von Centurion-Vaude, die im Abschlussranking auf Platz drei landete (12:57:42.2), eine weitere Spitzenfahrerin in Schach hielt, fiel ihr Trans Germany-Fazit äußerst positiv aus: „Ich freue mich sehr über den Sieg. Das Rennen ist sehr wichtig für mich. Ich musste dafür ganz schön kämpfen.“

Bei den Über-40-jährigen Startern sicherte sich Carsten Bresser (GER) von Craft – Rocky Mountain in einer Gesamtzeit von 11:52:35.9 Stunden den Sieg und entthronte damit den Titelträger der beiden vergangenen Jahre, Johann Grasegger vom Team Garmisch-Partenkirchen, der Zweiter wurde (11:58:00.2). Rang drei ging an Lars van der Sloot (GER, 12:00:24.9), der auch im Rennen um den Tagessieg hinter Arild Christophersen (NOR, 1:18:33.1)
vom Team United Bakteries und Grasegger (1:19:44.6) Dritter wurde (1:19:47.2).

Mit einem wahren Kraftakt hat sich Milan Spolc nicht nur den Tagessieg in der Senior Master-Klasse gesichert (1:23:02.7), sondern auch den dritten Titel in Folge. Der Tscheche von TBR-Bikes-JH Sachsen benötigte 12:58:06.7 Stunden für die Gesamtdistanz und war damit am Ende 2:12 Minuten schneller als der bis dato im Grünen Trikot fahrende Österreicher Werner Höpperger.

„Ich war vor zwei Wochen noch in Südafrika unterwegs. Von daher war es dieses Jahr sehr schwer für mich. Ich bin aber immer besser in Fahrt gekommen. Es ist fantastisch, dass es noch geklappt hat“, so Spolc, der in den vergangenen drei Tagen mehr als elf Minuten auf Höpperger rausgefahren hatte.

Der Gesamtzweite vom Team Tiroler Zugspitze kam heute als Vierter (1:26:38.6) noch hinter Ferdinand Ganser von CRAFT – Rocky Mountain (1:25:01.5) und Olav Tronnes (NOR, 1:25:39.7) ins Ziel, der sich damit den dritten Rang im Abschlussranking der Über-50-Jährigen sicherte.

veröffentlicht am 08.06.2011

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