Alpentour Trophy 2011:
Führungswechsel bei den Masters

Hart, härter, Alpentour. Kein Regen mehr, dafür giftige Steilrampen, knifflige Downhills und Schnee. Der Russe Alexey Medvedev triumphierte auch am zweiten Tag der Alpentour Trophy vor Uwe Hochenwarter aus Kärntnen.

Zweite Etappe der Alpentour Trophy 2011.  Foto: Regina StangerDer Hochwurzen gilt als einer der beliebtesten Schiberge des Ennstals, die Giglachseen als eines der begehrtesten Wanderziele. Für diese positiven Zuschreibungen dürften die Teilnehmer der Alpentour Trophy 2011 nur wenig Verständnis gehabt haben. 

„Ja leck, war das hart“, lautete Uwe Hochenwarters erster Kommentar zu den knackigen 56 Kilometern und 2.400 Höhenmetern im Allgemeinen, und den beiden Bergwertungen im Besonderen, die am zweiten Tag des Etappenrennens im Schladming-Dachstein-Gebiet am Programm standen.

Von Beginn an hatte sich der Vorjahressieger ein Duell mit dem Führenden Alexey Medvedev geliefert: in den Schneefeldern bei den Giglachseen trotz Krämpfen den einminütigen Rückstand wieder aufgeholt, den der 28-Jährige auf den extrem steilen Rampen ab der Ursprungalm herausgefahren hatte; seinen größten Konkurrenten auch im Downhill nicht ziehen lassen.

„Und dann habe ich mir am letzten Stein dieses schwierigen Teils einen Platten eingefahren“, hadert der Kärntner mit dem Schicksal. Mangels weiterem Ersatzschlauch auf den letzten 15 Kilometern defensiv unterwegs, fuhr er schließlich mit über dreieinhalb Minuten Rückstand auf den Russen (2:51:10) über die Ziellinie. „Aufgegeben wird ein Brief, möglich ist alles“, hat der Muskelkater Genesis-Racer vor dem morgigen Zeitfahren die Chance auf die Gesamtführung aber noch nicht abgeschrieben.

Zweite Etappe der Alpentour Trophy 2011.  Foto: Regina StangerMit nunmehr über fünf Minuten Vorsprung könnte Medvedev dem Kampf gegen die Uhr relativ gelassen entgegen sehen. Allerdings befürchtet der Corratec-Racer nach den vielen Schiebepassagen schmerzende Beine“. Andererseits liegen dem Russen, der sich mit der Alpentour gezielt auf die Marathon-EM in Kleinzell und die Marathon-WM in Montebelluna vorbereiten möchte, steile Anstiege wie jener auf die Schafalm.

Ein mindestens so lautes Wörtchen wie heute möchte auch Jukka Vastaranta beim morgigen Time Trial mitreden. Der Finne aus dem Milka Trek MTB Racing Team von Olympiasieger Bart Brentjens war heute permanent auf Sichtweite hinter dem Führungsduo.

„Als Uwe seinen Platten hatte, wollte ich ihm schon meinen Schlauch anbieten, und da: pfffff“, erzählt der 28-Jährige. Tatsächlich ereilte Vastaranta am gleichen Stein wie Hochenwarter ein Hinterraddefekt, allerdings wechselte auch er rasch genug, um seinen Podestplatz nach Hause zu bringen.

Anders Mauro Bettin aus Italien: Der gestrige Master-Sieger kam nach einem Plattfuß nur als vierter ins Ziel und musste sein Führungstrikot an Robert Novotny aus Tschechien abtreten. „Attackieren“ wollte noch beim Frühstück der als Favorit auf den Gesamtsieg gehandelte Marathon-Welt und XC-Vizeweltmeister Ralph Näf. Am ersten Anstieg des Tages musste sich der Schweizer allerdings eingestehen, dass daraus nichts werden würde.

Zweite Etappe der Alpentour Trophy 2011.  Foto: Regina Stanger„Bereits für den vierten Platz gestern habe ich mehr kämpfen müssen als erwartet. Heute fiel mir sogar schon der neutralisierte Teil zu Beginn schwer“, vermutet der Merida-Pilot einen Infekt, und gab schweren Herzens auf. Besser lief es da für Landsfrau Katrin Leumann.

Die amtierende XC-Europameisterin verteidigte mit 3:39:44 Fahrzeit ihre Führung im Damenklassement souverän und baute sie sogar um weitere 6:41 Minuten auf Mary McConneloug aus den USA aus. Dritte wurde wie gestern die Niederländerin Mirre Stallen.

Strahlend wie ein frisch lackiertes Hutschpferd erreichte Michael Crosbie das Ziel. Für den Australier hat sich spätestens mit Erreichen der Giglachseen die weite Reise mehr als ausgezahlt. „Ich habe zum ersten Mal in meinem Leben Schnee gesehen“, erzählt er begeistert. „Erst habe ich gar nicht gewusst, was ich tun soll. Fahren? Laufen?“ Schließlich tat er wie die Konkurrenz, und stapfte durch den rund 30 Zentimeter hohen Rest des Winters.

„Es macht einfach Spaß, hier zu fahren“, bestätigt auch Olympiasieger Bart Brentjens den Abenteuercharakter und die außergewöhnlichen landschaftlichen Reize des Etappenrennens in der Steiermark. Während der 43-jährige Niederländer selbst nicht mehr ganz so schnell ist wie früher (was immer noch für Platz 30 reicht), kämpfen zwei seiner Teamkollegen um die vordersten Plätze mit. „Es macht mir Freude, diese jungen Fahrer vorn dabei zu wissen“, so die lebende MTB-Legende.

veröffentlicht am 05.06.2011

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