Absa Cape Epic startet mit harter Etappe:

Die erste Etappe der Absa Cape Epic war entbehrungsreich für alle Beteiligten. Mit einem Abstand von nur 30 Sekunden zwischen erst- und zweitplatziertem Team verspricht das diesjährige Rennen bis zur letzten Minute spannend zu werden.

Christoph Sauser und Burry Stander vom Team Songo.info feiern ihren Etappensieg beim Absa Cape Epic 2008 von Knysna nach George, Western Cape, South Africa. Foto: Gary Perkin, SportzpicsAuf der 123 Kilometer langen Etappe von Knysna nach George wurde das 1.200-Personen starke Teilnehmerfeld der Absa Cape Epic von Kevin Evans und David George, Team MTN Energade, den Siegern des Prologs am Freitag angeführt. Die erste der insgesamt acht Etappen forderte den ambitionierten Amateuren und Profiteams aus aller Welt alles ab, da sie gleich zu Beginn 3.091 Höhenmeter bewältigen mussten.

Wie in den vergangenen Jahren war die erste Etappe eine der härtesten des Rennens, mit einem Streckenprofil, das gleich mit einem drei Kilometer langen Anstieg mit 7 Prozent Steigung am Simola Pass begann. Die Strecke führte die Mountainbiker durch dichten Urwald in eine der landschaftlich schönsten Gegenden entlang der Garden Route. Steile Anstiege, rutschige Kurven und atemberaubend schnelle Downhills zeichneten die abwechslungsreiche Strecke aus. Die ultimative Herausforderung erwartete die Fahrer jedoch nach Überquerung des Flusses Knysna: der Duiwelse Tande (der siebte Pass an diesem Tag), den sie noch überwinden mussten, bevor sie auf dem Saasveld Campus der Nelson Mandela Metropolitan Universität in George alle viere von sich strecken konnten.


Christoph Sauser und Burry Standler übernehmen die Führung  
Team Songo.Info mit Christoph Sauser (SUI) und Burry Stander (RSA) überquerte heute als erstes die Ziellinie. Sie beendeten die erste Etappe in einer Zeit von 4:39:35 Stunden und übernahmen gleichzeitig die Führung in der Gesamtwertung (ihre Zeit  beträgt 5:12:05). Der 20jährige Südafrikaner Burry Stander musste in der ersten Hälfte es Rennens ziemlich kämpfen: "Während der ersten 50 Kilometer habe ich richtig gelitten und angefangen mir Sorgen zu machen, doch 50 Kilometer vor dem Ziel hatte ich meine Beine wieder und konnte Christoph helfen, die Etappe zu gewinnen.“ Sauser zeigte sich sehr beeindruckt von seinem jungen südafrikanischen Partner: „Wir sind begeistert, dass wir die erste Etappe gewonnen und damit das Leadertrikot übernehmen konnten. Wir waren auch etwas überrascht, dass die anderen Topteams heute nicht mithalten konnten.“

Karl Platt und Stefan Sahm, Team Bulls, kamen als zweite ins Ziel. Ihre Zeit von 4:40:06 Stunden sicherte ihnen gleichzeitig den zweiten Rang in der Gesamtwertung (5:12:28). Stefan Sahm hatte in der Nacht nach dem Prolog Durchfall bekommen und fühlte sich saft- und kraftlos. „Karl musste heute die ganze Arbeit alleine machen, mir gings einfach hundsmiserabel. Ich musste während der gesamten Etappe kämpfen und er hat mich gezogen. Karl ist wirklich der beste Teampartner den man sich wünschen kann.“ Und der gibt das Kompliment zurück. „Ich bin sehr stolz auf Stefan, dass er durchgehalten hat und wir uns noch bis auf 30 Sekunden an Songo.info herankämpfen konnten.“

Die norwegischen Teams Etto Hoydahl 3 und Etto Hoydahl 1 waren lachender Dritter im Kampf der Giganten. Sie fuhren unbeeindruckt vom Kräftemessen der Führungsgruppe ihr eigenes Tempo und überquerten nach 4 Stunden und 44 Minuten gemeinsam die Ziellinie als drittes bzw. viertes Team (4:44:21/ 4:44:43), dicht gefolgt vom Team Alb-Gold Mountainbike mit Hannes Genze und Jochen Käss (4:45:36).

Nach ihrem starken Auftakt und einer mörderischen Attacke, mussten sich die Träger der gelben Leadertrikots, Kevin Evans und David George vom Team MTN Energade geschlagen geben. Nach der zweiten Verpflegungsstelle verließen Kevin Evans von einer Sekunde zur anderen die Kräfte. Er musste sich mehrfach übergeben und, geschwächt von dem Flüssigkeitsverlust, auf den letzten 30 Kilometern von seinem Partner ins Ziel ziehen lassen, wo ihn Rennarzt Basil Bonner gleich an einen Tropf legte.

An manchen Tagen bist du der Hammer, an anderen der Nagel
Pia Sundstedt (FIN) und Alison Sydor (CAN), Team Rocky Mountain, siegten in der Damenkategorie in einer Zeit von 5:44:07 Stunden und übernahmen die Führung mit einer Gesamtzeit von 6:27:37. Fabienne Heinzmann (SUI) und Katrin Schwing (GER), Team Dolphin-Trek MTB Racing folgten mit einem Rückstand von 10 Minuten (5:54:20, Gesamtzeit 6:39:04). Die führenden Damen nach dem Prolog, Susan Haywood (USA) and Jennifer Smith (USA) of Trek/VW WSD, beendeten die Etappe als dritte (6:03:55, Gesamtzeit 6:46:46).  Für Pia Sundstedt war es der schlimmste Tag, den sie je auf dem Bike hatte. „Nun ja, die gute Nachricht ist, es kann nicht mehr schlimmer werden,“ sagte sie lachend. Und Alison Sydor, die sich heute sehr gut fühlte, fügte hinzu: „Um es mit einem französischen Sprichwort zu sagen, an manchen Tagen bist du der Hammer, an anderen der Nagel. Das einzige worauf es ankommt, ist das wir gemeinsam diese Ziellinie überqueren und zwar so effizient wie möglich. Die Absa Cape Epic ist nichts für Einzelgänger oder Egoisten, hier geht es um Teamspirit. Und ich habe ehrlich gesagt noch kein Teametappenrennen gesehen, wo die Teams gleich am ersten Tag so gut zusammen gearbeitet haben und füreinander da waren.“


Das führende Mixed Team Joybike Guided by VMT and Maloja mit Ivonne Kraft (GER) and Nico Pfitzenmaier (GER) war heute durch nichts aufzuhalten. Sie erreichten nach 5:46:30  Stunden das Ziel und fuhren einen Vorsprung von 10 min in der Gesamtwertung heraus (6:26:45). Der zweite Rang ging an X.O Felt Swiss 5:54:10 (Gesamtzeit 6:36:43), gefolgt von Team Novatec – Ck Mtb Dohnany (5:56:50, Gesamtzeit 6:38:27). Nico Pfitzenmaier geriet während der Etappe in einen Bienenschwarm. “Morgen werde ich wahrscheinlich mit einem geschwollenen Gesicht herum rennen,“ sagte er, „denn ich bin allergisch gegen Bienenstiche. Auf einmal kam eine dunkle Wolke auf mich zu. Ich habe erst in letzter Sekunde gemerkt, dass es Bienenschwarm ist und mich geduckt, doch da waren sie schon in meinem Helm und eine Biene hat mich ins Kinn gestochen. Danach hatte ich etwas Probleme mit meinem Kreislauf. Ich brüte schon seit einer Woche etwas aus und das habe ich heute auch auf dem Rad gespürt, deshalb wollte ich es nicht übertreiben. Aber ich freue mich riesig, dass es gereicht hat und wir das grüne Leadertrikot weiter tragen dürfen.” Ivonne Kraft schwärmte von der heutigen Route. „Die hat wirklich alles beinhaltet, was man sich als Mountainbiker wünscht. Traumhafte Panoramen, tolle, abwechslungsreiche und technische Trails, einfach genial.“ Nach den ersten 60 Kilometern hatte Kraft jedoch mit Krämpfen zu kämpfen. „Ich hatte meine Wasserflasche verloren, und so hatten wir für rund 10 Kilometer kein Wasser mehr. Das habe ich dann in den Beinen gespürt. Aber es ist ja noch mal alles gut gegangen.“

Kopiertes Gelände fordert mehrfachen Transalp Champion
Team Absa Masters mit Doug Brown (RSA) und Barti Bucher (SUI) gewann die erste Etappe in einer Zeit von 5:06:29 Stunden und übernahm damit die Führung in der Gesamtwertung (5:43:45). Zweite wurden die Sieger des Prologs, Shan Wilson (RSA) und Walter Platzgummer (ITA) vom Team adidas William Simpson (5:08:07, Gesamtzeit 5:44:31). Team Pragma Masters, M.C. Franken (RSA) und Peter Buggle (IRL), erreichten als drittes Masters Team das Ziel in einer Zeit von 5:34:08 (Gesamtzeit 06:12:38).

Platzgummer, der europäische Etappenrennen gewöhnt ist, empfindet die Absa Cape Epic als sehr hartes Rennen. “Die Strecken sind ganz anders als in Europa – nicht so steil, aber dar Gelände ist sehr kopiert und anspruchsvoll mit spitzen Steinen, Geröll, und Matsch. Und dann ist da natürlich die Hitze. Die Strecke ist toll für junge Fahrer, die sich schnell erholen, aber wenn Du mal über 45 Jahre alt bist, dann ist es hart. Wir lagen zwischenzeitlich mal 3 bis 4 Minuten in Führung, aber die Absa Masters sind in einer Gruppe gefahren und wir waren alleine. Und wenn du alleine fährst, kannst du die Geschwindigkeit so schlecht einschätzen. Sie haben uns bei km 90 eingeholt und wir konnten nicht an ihnen dran bleiben. Aber es liegen ja noch sieben Tage vor uns. Wir konzentrieren uns auf die nächsten Etappen.“

veröffentlicht am 01.04.2008

Cape Epic 2008.  Foto: Sven Martin, Sportzpics
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Die fünfte Auflage der Absa Cape Epic auf dem ‘Field of Dreams’ des Pezula Estate in Knysna hat begonnen. 1.200 Biker aus über 40 Ländern fahren in neun Tagen 966 Kilometer und erklimmen 18.529 Höhenmeter, das entspricht zwei Besteigungen des Mount Everest.

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Anfang April startet die fünfte Auflage des "Magical and Untamed African Mountain Bike Race" - kurz das Cape Epic. Dann machen sich 1.200 Mountainbiker aus 41 Nationen auf eine anstrengende und abenteuerliche Reise durch Südafrikas Western Cape.

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