smart Grand Slam Berlin: Brink/Dieckmann werden abermals Vierte
Julius Brink/Christoph Dieckmann haben wie im Vorjahr den vierten Platz beim smart Grand Slam in Berlin belegt: Im kleinen Finale unterlag die deutsche Nummer eins den Europameistern von 2005, den Spaniern Herrera/Mesa, 0:2 (19-21, 16-21).
Für Platz vier erhielten Brink/Dieckmann 560 Weltranglistenpunkte und 18.400 US Dollar, die Spanier bekamen 640 Punkte und 23.000 US Dollar. Ihr Olympia-Qualifikationskonto besserten Brink/Dieckmann um 200 Zähler auf 4280 Punkte auf. Damit liegen sie weiter klar auf Peking-Kurs, gemeinsam mit den beiden anderen DVV-Duos David Klemperer/Eric Koreng (3760 Punkte) und Jonas Reckermann/Mischa Urbatzka (3270 Punkte) geht der Kampf um die zwei Peking-Plätze weiter.
Ein Block von Herrera gegen Brink sorgte im ersten Satz für das erste Break, gleich im Anschluss servierte der spanische Blockspieler ein Ass auf die Grundlinie (3-6). Dann zeigte Brink, warum er zu den weltbesten Aufschlagspielern der Tour zählt, mit viel Schnitt platzierte er seinen Ball unkontrollierbar für Mesa (6-7). Die Deutschen hatten sich die Taktik zurecht gelegt, überwiegend über Herrera zu spielen, doch der zeigte sich bis dahin kompromisslos und fehlerfrei im Angriff. Nach einem Angriffsfehler von Brink hatten sich die Spanier den Drei-Punkte-Vorsprung zurück geholt (7-10). Nach sehr starker oberer Abwehr von Mesa hatten die Spanier dieses „Polster“ auch bei der technischen Auszeit inne (9-12). Beide Teams agierten auch in der Folge sehr sicher aus der Annahme (Dieckmann bzw. Herrera), sodass es keine Veränderung des Abstandes gab (12-15). Dann servierte Dieckmann ein Ass die Linie herunter und ließ ein zweites durch die Mitte folgen – Ausgleich (15-15). Völlig ausgeglichen ging es weiter, beide Teams gaben sich aus der Annahme bis zum 18-18 keine Blöße, dann war es wieder Herrera, der seinen Aufschlag perfekt platzierte und Satzbälle holte (18-20). Dieckmann wehrte den ersten per Diagonalangriff ab, den zweiten verwertete Herrera mit der gleichen Technik.
Ein Ass von Herrera sowie ein Block des olympischen Silbermedaillengewinners von Athen (mit Javier Bosma) gegen Brink ließ das deutsche Duo wieder früh einem Rückstand hinterher laufen (3-6). Auch in der Folge fand das DVV-Duo kein Mittel, die Spanier in Bedrängnis zu bringen, Herrera/Mesa, die nach zwei Auftaktniederlagen fast in der Gruppenphase gescheitert wären und sich danach gewaltig gesteigert hatten, blieben souverän (6-10). Herrera schlug abermals knallhart die Linie herunter ein Ass, Brink zuckte nicht einmal (7-12). Mit 8-13 ging es in die technische Auszeit, Brink verlängerte die Pause um eine fünfminütige medizinische Auszeit und ließ sich am linken Bein behandeln. Doch die Spanier ließen sich dadurch nicht aus dem Rhythmus bringen und punkteten weiter konstant. Zwar gelang dies auch dem DVV-Duo aus der Annahme, die Block- und Feldabwehr griff jedoch nicht (11-16). Ein Netzkanten-Ass durch Herrera, der Ball tanzte einige Momente auf der Netzkante und entschloss sich dann, in das deutsche Feld zu tropfen, ließ den Vorsprung der Spanier nochmals anwachsen (12-18). Brink/Dieckmann versuchten es nun mit einer unkonventionellen Methode, Brink ging zum Blocken ans Netz. Doch alle Maßnahmen halfen nicht, die Spanier waren besser und gewannen verdient in zwei Sätzen. Zwar vergaben sie ihre ersten zwei Matchbälle, doch den dritten verwandelte Mesa per Line-Shot. Großer Jubel bei den Spaniern, faire Glückwünsche von Brink/Dieckmann.
Christoph Dieckmann sagte: „Wir haben eigentlich gut gespielt, aber die Spanier waren sehr gut und haben keine Fehler gemacht. Wir haben kein Mittel gefunden und kein einziges Break mit Block und Abwehr gemacht. Insgesamt haben wir ein gutes Turnier gespielt, auch wenn es ein bisschen enttäuschend ist, mit zwei Niederlagen das Turnier zu beenden. Aber man kann nicht immer gewinnen, auch die anderen Teams sind Weltklasse.“ Hinsichtlich der Situation in der Olympia-Qualifikation meint Dieckmann: „Es sind immer noch über 2000 Punkte zu verteilen, deswegen ist noch nichts entschieden.“
Raul Mesa meinte zum Sieg: „Der Aufschlag war der Schlüssel zum Sieg, außerdem haben wir wenig Fehler gemacht. Die Deutschen haben normal aber nicht perfekt gespielt. Wir wissen jetzt, dass wir jeden schlagen können, das ist im Hinblick auf Peking wichtig für den Kopf.“
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