Risiko im Wintersport:
Warum eine passende Versicherung wichtig ist

Seit dem sich der mehrfache Formel 1-Weltmeister Michael Schumacher und später auch die Bundeskanzlerin Angela Merkel beim Skifahren schwer verletzten, gibt es heiße Diskussionen um die Sicherheit dieses Wintersports.

Vergleichbar sind die beiden Unfälle nicht direkt: Die Bundeskanzlerin stürzte beim Skilanglauf und zog sich Prellungen sowie einen Beckenringbruch zu. Eine schmerzhafte, aber im Vergleich zum Unfall von Schumacher ungefährliche Verletzungen. Der ehemalige Formel–1-Pilot dagegen liegt seit seinem Skiunfall vom 29. Dezember vergangenen Jahres, als er beim Sturz mit dem Kopf gegen einen Felsen schlug und dabei ein Schädelhirntrauma erlitt, in einem künstlichen Koma.

Experten stellen sich nun die Frage, ob Ski- und Snowboardfahren ein Hochrisikosport ist. Ein Blick auf die Statistik der Auswertungsstelle für Skiunfälle (ASU) (PDF; 755,97 KB) zeigt: In der Saison 2012/2013 waren 4,2 Millionen deutsche Skifahrer unterwegs, davon verletzten sich 41.000 bis 43.000 Sportler. Nur 0,84 von 1.000 Skifahrern (insgesamt 3.550 Personen) wurde so schwer verletzt, dass er stationär in einem Krankenhaus behandelt werden musste. Interessant sind die Zahlen, wenn man sie mit denen aus früheren Jahren vergleicht: Seit dem Beginn der ASU-Statistik in der Saison 1979/1980 ging die Zahl der Unfälle um mehr als 58 Prozent zurück. Auch wenn Skiunfälle immer seltener werden, besteht weiterhin das Risiko, sich bei diesem Sport schwer zu verletzen.

5 Gründe, die Wintersport riskant machen

  1. Die eigenen Fähigkeiten überschätzen: Der Skilanglauf ist eine Wintersportart mit geringem Unfallrisiko. Der Grund dafür ist die geringe Geschwindigkeit, die Fahrer im Vergleich zum Alpinsport erreichen. Im flachen Gelände müssen sich Sportler mit ihrer eigenen Kraft vorwärtstreiben. Probleme entstehen aber auch hier, insbesondere dann, wenn Sportler ihre eigenen Fähigkeiten überschätzen. Dennoch sind die Zahlen dieses Sports so gering, dass sie statistisch praktisch nicht erfassbar sind. Beim Skifahren dagegen ist das Überschätzen der eigenen Fähigkeiten ein großes Problem, insbesondere bei Anfängern.
  2. Immer besseres Material: Die Sportausrüstung und das zur Herstellung verwendete Material wurden im Laufe der Jahre immer mehr verbessert. Dies macht sich in der Zahl der Verletzungen bemerkbar: So wurde die Zahl der Kopfverletzungen im Vergleich zur Saison 2010/2011 um 25 Prozent reduziert. Das gute Material hat auch einen Nachteil: Selbst ungeübte Skifahrer können nun große Geschwindigkeiten aufnehmen. Ohne Training und Erfahrung kommt es hier schnell zu Unfällen, wenn sie ihre Ausrüstung nicht mehr kontrollieren können.
  3. Abseits der Piste unterwegs: Die Pisten sind besser aufbereitet und abgesichert als je zuvor. Viele Unfälle ereignen sich jedoch abseits der Pisten. Hier reichen bereits moderate Geschwindigkeiten aus, um sich schwer zu verletzen, wie der Unfall von Michael Schumacher zeigt.
  4. Wenn es auf der Piste eng wird: Der Wintersport ist zu einem Massenphänomen geworden. Skipisten sind langsam aber sich überfüllt, wodurch automatisch die Gefahr von Kollisionen steigt. In der vergangenen Saison waren 4,2 Millionen Bundesbürger auf den Pisten unterwegs. Die Verletzungen aufgrund von Kollisionen sind mit 16 Prozent höher als je zuvor.
  5. Unaufmerksamkeit und Leichtsinn: Die Studie „Unfälle und Verletzungen im alpinen Skisport“ zeigt, dass Knie- oder Schulterverletzungen am wahrscheinlichsten sind. Bei den Männern ist die Schulter besonders oft betroffen, bei den Frauen dagegen das Knie. Verantwortlich für diese Verletzungen ist in den meisten Fällen eine kleine Unaufmerksamkeit oder eine große Portion Leichtsinn. Wenn der Helm als uncool angesehen wird und das Bier so gut schmeckt, dass man im Anschluss die Piste herunterfahren möchte, dann ist der Unfall praktisch vorprogrammiert.

Mit einer Versicherung sich selbst und andere Wintersportler schützen

Die 2009 ausgeführte Bâloise-Sicherheitsstudie „Risikowahrnehmung im alpinen Schneesport: Landesübergreifende Analyse“ zeigt, dass zwei Drittel der insgesamt 3.989 Befragten eine private Unfallversicherung abgeschlossen haben, ein Drittel fährt jedoch unversichert. Häufig versichert sind die Österreicher, gefolgt von den Deutschen und Schweizern. Jeder zweite Kroate und Luxemburger gab an, keine Versicherung zu besitzen. Im Hinblick auf die Altersgruppe ergab die Untersuchung, dass insbesondere junge Schneesportler seltener versichert sind als ihre älteren Kollegen. Von den über 65-Jährigen sind drei von vier Wintersportlern privat versichert, von den unter 20-Jährigen nur etwa 50 Prozent.

Ein Blick auf das eingeschätzte Fahrkönnen zeigt, dass unroutinierte Fahrer sich scheinbar überschätzen, da sie statistisch gesehen seltener eine private Unfallversicherung abschließen als routinierte Sportler. In diesem Vergleich lassen sich keine Unterschiede zwischen Männern und Frauen nachweisen.

Die Auswertung der oben genannten Studie zeigt, dass viele Menschen die Wichtigkeit einer Versicherung für den Wintersport erkannt haben. Dennoch gibt es weiterhin Menschen, die ohne Versicherung unterwegs sind - sie stellen für sich selbst und andere Menschen ein Risiko dar. Grundsätzlich ist eine Wintersport-Versicherung nicht verpflichtend. Dieser Artikel und die jüngsten Fälle haben jedoch gezeigt, dass es leicht zu sehr schweren Unfällen kommen kann. Eine passende Versicherung ist somit mehr als empfehlenswert. Für unversicherte Wintersportler gibt es drei Versicherungsmöglichkeiten:

  1. Skifahrer-Unfallversicherung: Diese Versicherung ist speziell für Wintersportler ausgelegt und deckt schwere Unfälle ab, die im schlimmsten Fall eine Invalidität bedeuten können. Kommt es zur Invalidität, kann der Versicherte eine Einmalzahlung beantragen oder eine Rente in Anspruch nehmen. Beim Abschluss der Police ist auf den Umfang zu achten: Bergungs- und Rettungskosten sollten unbedingt enthalten sein. Eine Reha-Leistung ist bei schwerwiegenden Unfällen ebenfalls sinnvoll.
  2. Auslandskrankenversicherung: Sie ist aus dem Grund empfehlenswert, weil die gesetzliche Krankenversicherung in der Regel nur so viel für die Behandlung zahlt, wie am Urlaubsort üblich ist. Die Krankenversicherung zahlt demnach nur den maximalen Höchstbetrag, welcher dem regulären Niveau in Deutschland entspricht. In diesem Fall springt die Auslandskrankenversicherung ein und zahlt, wenn nötig, die entstehende Differenz. Bei schweren Unfällen übernimmt sie auch den Rücktransport ins Heimatland, wenn er medizinisch notwendig ist.
  3. Private Haftpflichtversicherung: Die private Haftpflichtversicherung ist eine Police, die nicht nur Skifahrer abschließen sollten, sondern jeder Bundesbürger. Versicherte sind mit dieser Police vor Schadensersatzansprüchen von Dritten geschützt, wenn sie diesem einen Schaden zugefügt haben. Im Winterurlaub kann die private Haftpflichtversicherung in Kraft treten, wenn man sich mit dem Snowboard selbst und einen anderen Sportler verletzt. Mitreisende Kinder können in diese Versicherung mit eingeschlossen werden.
veröffentlicht am 27.03.2014

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